Historische Stadthalle | Im Spiegel der Stadt | Lichtkunst für Wuppertal

Es war mir eine Freude und Ehre die Stadt zu reflektieren und den Besuchern der WOW-Wuppertal auf eine künstlerische Art zugänglich zu machen. Die Zusammenarbeit mit Wuppertal-Marketing ist sehr erfolgreich gewesen. Der Mut einen unkonventionellen Weg zu gehen um Impressionen der Stadt zu präsentieren zeigt einen starken Innovationsdrang. Danke an Alle die dies möglich gemacht haben.

Fotos: Astrid Kirschey

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MAPPING-SKULPTUR

Gestern Nacht konnte ich den ersten Videomappingtest auf der Lichtkunstskulptur durchführen. Release der Installation folgt (Termin gebe ich noch bekannt). Wer zu neugierig ist, kann  in den nächsten 14 Tagen (mit viel Glück) durch mein Atelierfenster  schauen, um erste Impressionen zu erhaschen.

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DAS WAR DIE ATELIERERÖFFNUNG!

Diese drei Tage und zwei Nächte habe mich kulturell angedreht, wie ein Kreisel. Nun ausgedreht, kann die Reflexion erfolgen. Ich Danke Allen für ihre Unterstützung!

Aus München, Berlin, Dortmund seid ihr gekommen, um diesen Ort zu weihen! Tausend Dank für die schöne Zeit!!

Fotos: Cathy Klappert, Camilla Eisenmann

Es war ein dermaßen tolles „Fest“, dass ich es nicht in Worte fassen möchte.
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Freitag war TURBO: Erst Videoeröffnungsshow mit Triptychon, anschließend das wundervolle Konzert von Anna Zimre auf ihrer Viola da Gamba, unterbrochen durch das Ateliermanifest (welches ich die Tage noch online stelle), vorgetragen durch Silvia Muzón Lopés. Im Zwischenraum eine Audioinstallation von Achim Konrad, bei der die Besucher mit dem Atelier sprechen konnten. Dann ein Gitarrenkonzert durch Jonas Herbert, mit einer sehr schönen sensiblen Stimmung und anschließend Triptychon (acoustic, electronic, lights). In der Nacht gab´s dann eine spontane Session mit Triptychon und Anna Zimre, sowie Wayne Smith und Achim Konrad ähhh und allen übriggebliebenen Besuchern.

Samstag hatten wir das Glück Anna Zimre nochmals zu hören, sowie den Vortrag des Manifests durch Silvia. Zudem feierten wir die Premiere des Films „Weiss“, welcher von Silvia und mir produziert wurde. Den Film zeigten wir in zwei Räumen und verkauften ihn anschließend auf einer USB-Sticks-Edition. Es sind noch Filme erhältlich (im Atelier, 12€). Nach der Filmpremiere zauberte Triptychon nochmals ein ganz anderen sphärischen Trip in den Räumlichkeiten.

Sonntag ging es mit Kaffee und Kuchen weiter. Nach diversen Gesprächen gaben wir uns der Lesung hin. Christopher Reinbothe laß im Wechsel mit Silvia Muzón Lopéz! Sein eigens für diesen Ort bzw. Tag bzw. Moment. bzw. Lebensabschnitt, bzw. Gesellschaftliches Aufeinandertreffen geschriebener Text, berührte und rüttelte an uns. Ich sagte zu ihm (Wochen vor der Eröffnung), schreib doch was über die Lage der Kunst. Dass solch ein knaller Text entsteht ahnte ich noch nicht:

Ein Report. Report zur Lage der Kunst.

Die Kunst. Sie liegt. Aber wo? Liegt auf den schicken Divanen der großen Galerien und lässt sich genüßlich, ganz üppig, mit Weintrauben füttern. Verdattert. Schaut du und denkst — die ist aber fett geworden. Olle Schlampe. Hat sich bezahlen lassen, ganz gut. Viel zu gut. Ist banal geworden. Ist zum Geschäft geworden. Zur Aktie. Verhandlungssache. Nettes Beiwerk. Schön — wie das klingt: hübsches Bild. Hast Du fein gemacht, dressierter Dackel. Auf den Hinterpfötchen stehend, um Aufmerksamkeit bettelnd, noch ein Leckerli zugeschmissen bekommend.

Wenn es Kunst nicht mehr schafft Avantgarde zu sein, dann hat sie ausgedient. Avantgarde. Die Vorrauseilende. Schwerlich möglich: bequem auf dem Divan. Im Kuschelnest gefälligst gefällig. Zum guten Zwecke. Charity equals Publicity. Die Käuferschaft eingedenk. Angeschmust. Küsschen links, Küsschen rechts. Wenn es wenigstens noch Handwerk wäre — aber bewahre! Reproduktion. Provokation. Nicht alles was hinkt ist ein Göbbelsvergleich. Wenn ich im Ledermantel den Arm ausstrecke bin ich doch selbst das Kunstwerk und Millionen wert. Leider von Innen hohl wie der Weihnachtsmann. Nur eben nicht schokoladig. Ein Produkt. Medial vermarktet. Bestseller! Spiegel. Vorgehalten. Aber wem — sich selbst oder doch der Gesellschaft? Satire bis zum Abwinken. Selfie mit Gesellschaft. Guter. Der Besten. Wir haben die beste Gesellschaft. It’s true.

Die Kunst. Sie liegt. Aber wo? Blutüberströmt in Hinterhöfen, zusammengeschlagen von Glatzen und von Scheinmoralisten als entartet erklärt. Da waren wir mal und keiner will dahin zurück. Dennoch lassen wir die Anfänge gewähren ohne uns zu wehren. Während andere Mauern bauen und Grenzen ziehen wollen, um das Denken einzuschränken und Menschen in Schubladen zu verpacken, hat die Kunst immer Augen geöffnet für Dinge die sonst keiner sah, weil die Welt noch nicht soweit war. Die Uhren vorwärts gedreht. Die Scheuklappen abgelegt.

Keiner denkt mehr an die Möglichkeiten! Es geht nicht um Visionen, sondern um Profite. So ist die Welt heute, mag mancher sagen. Wer Visionen hat gehört zum Arzt. Es ist nicht die Zeit in der die Kunst Narrenfreiheit mehr genießt. Künstler wollen nicht arm im Kämmerlein versauern und posthum für Phantasillionen gehandelt werden.

Rightly so! Now is the time. Die sozialen Plastiken sind längst in der Wertstofftonne verschwunden. Dabei entsteht das Beste Werk noch immer kommun. Wo geheime Dachböden gebaut werden, um Träume zu verstecken, vor Männern in grauen Anzügen. Wo berittene Prinzessinnen laut »Hüja!« krakeelen, bevor sie davon galoppieren. Wo Fallschirme springen um Behanglichkeit zu spenden gegen die Kälte. Wo Smilies in Beton gegossen durch die Landschaft rollen und nicht die eigentliche Botschaft ersetzen. Sie nicht buntplärrend uns Gefühle vorgaukeln, sondern wir vis-a-vis Tatsächliche finden. In und für einander. Wo wir mit Steinschleudern regenbogenfarbene Murmeln auf unsere Egos schießen. Damit sie Risse bekommen, die Schalen, die wir uns angelegt haben und laut krachend zerbersten. Wo Kunst auch ein Diskurs ist. Mit und ohne Wort. Über Worte hinaus. Denn dafür ist sie doch da! Die Kunst. Sie liegt. Aber wo? Am Herzen.

Noch mehr geniale Texte von Christopher findet ihr hier: http://www.phneutral.net/texte.html

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Trailer „Weiss“: vimeo.com/196167742
Triptychon: vimeo.com/113837710
Anna Zimre (Viola da Gamba) vimeo.com/136099630

WOGA 2015 („aus meiner Sicht“)

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IMG_3799 IMG_3797 IMG_3790 IMG_3788Pino Popolo (Tanz), Adam Machino (Malerei), Gregor Eisenmann (Licht-klang-performance, Malerei)

Eine Besonderheit dieses Jahr, nicht nur die Performance mit Pino Popolo, sondern auch der Besuch aus Warschau. Erst sind die Bilder via Post gekommen, anschließend habe ich Adam vom Flughafen abgeholt. Dieses Wochenende fühlte sich mal so richtig europäisch an. Lieben Dank an Alle die da waren. (auch wenn nur ca 6 Leute unsere spontane Performance gesehen haben.) Tja ja……Müde sind wir Alle, aber welche Kräfte motivieren noch? Ich denke es ist eine Art tief verankerter Glaube, der sich über das Hier und Jetzt  erhebt und immer wieder neue Energie und Sehsüchte weckt.

Drehkreuz….

 

 

Hier die Fotos zu den letzten viert Tagen. Das Video von der Performance folgt noch. Die Ausstellung haben wir bis Sonntag nächste Woche verlängert. Auch wird es am Donnerstag um 21 Uhr wahrscheinlich noch eine Performance geben.IMG_0083 IMG_0121 IMG_0132 IMG_0138 IMG_0152 IMG_0164 IMG_0172 IMG_0174 IMG_0177 IMG_0188 IMG_0193 IMG_0203 IMG_0231 IMG_0233 IMG_0250 IMG_0255 IMG_0257 IMG_0258 IMG_0259 IMG_0262 IMG_0263

Triptychon in Hamburg

[vimeo https://vimeo.com/127349466]

Mit zwei guten Freunden ist dieses Projekt „Triptychon“ nun seit mehr als einem Jahr am laufen. Die nächsten Auftritte in diesem Jahr werden wir nähe Berlin und Dortmund haben. Auch in Wuppertal werden wir dat ein oder andere Ding noch abhalten.